Vietnam 2019: Cu Chi Tunnel

Sonntag, 3.11.19

Wir hatten uns am Abend vor der Tour zu den Cu Chi Tunneln eigentlich vorgenommen, nur zwei bis drei Bier in der Hostel-Bar zu trinken. Der Barkeeper hat uns dann allerdings mit halbstündlichen „Free Shots“ relativ leicht zu mehr überreden können.

Tourstart

Montag, 04.11.19

Die Tour zu den Cu Chi Tunneln begann relativ früh morgens. Wir mussten um 07:45 Uhr einige Straßen weiter bei dem Veranstalter TNK Travel sein. Da die Nacht aber wieder etwas kurz war, haben wir unter Hochdruck und ohne viel System unsere Rucksäcke gepackt und im Hostel verstaut. Als wir dann beim Veranstalter ankamen, warteten bereits einige andere Gruppen zu anderen Tages-Ausflugszielen vor der Tür. Nach kurzer Zeit kam dann aber unser Bus und der Tour-Guide „Jack“ erzählte uns unterwegs einige Dinge über Saigon und Vietnam im allgemeinen. Unterwegs erklärte er dann irgendwann dass viele Menschen in Vietnam durch das Entlaubungsmittel „Agent Orange“ mit Behinderungen zur Welt kommen. Die USA haben das Mittel im Vietnamkrieg eingesetzt um den undurchsichtigen Wald zu entlauben und so die vietnamesischen Soldaten sehen zu können. Die Soldaten selbst haben von den Chemikalien kaum Auswirkungen gehabt, dafür aber die Nachfolgegenerationen. Da die Menschen mit Behinderung zu wenig vom Staat unterstützt werden, gibt es eine Behinderten-Werkstatt zu der wir auf dem Weg fahren. Wir würden die Menschen dort schon alleine unterstützen wenn wir dort hin fahren, wenn uns etwas gefalle sollen wir aber gerne auch etwas kaufen. In der Werkstatt kam uns das allerdings alles etwas seltsam vor. Die Menschen die dort arbeiteten saßen in einer Art Showroom und es wurde ein Touristen-Bus nach dem anderen dort durchgeschleust. Wirklich schön war das vermutlich nicht für diejenigen, die dort arbeiten.

Danach ging es dann aber weiter zu den Cu Chi Tunneln.

„Jack“ hat uns ein bisschen was zu der Herstellung der Tunnel erzählt und anschließend sind wir dann in den ersten Tunnel geklettert. Bei ca. 1,20m Höhe gar nicht mal so leicht für uns!

Die Eingänge der Tunnel wurden mit diversen Fallen geschützt. Darunter wirklich ein paar fiese aber pfiffige Ideen. Es ging vor allem darum psychologische Kriegsführung zu betreiben, indem die Feinde durch Falltüren mit gespitzten Bambus-Stacheln Schmerzen erleiden. Die beklemmende Enge in den Tunnel und das Ungewisse was hinter der nächsten Ecke steckt, hat das Ganze bestimmt nochmal verstärkt.

Nach dem Ausflug mussten wir relativ schnell zum Hostel zurück, da unser Bus ins Mekong Delta nach Can Tho fuhr. Dort haben wir von einem Gasthaus mit einer jungen Gastgeberin gelesen, die eine schöne Tour durch einige Ärmel des Mekongs anbietet.

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