Vietnam 2019: Fischer- und Touristenort Mui Ne

Sonntag, 10.11.19

Abreise von Con Dao

Wir standen früh auf, um noch in Ruhe unsere Rucksäcke packen zu können. Außerdem wollten wir gerne noch etwas frühstücken, da wir direkt nach der Fähre mit einem Bus weiter nach Mui Ne reisen würden. Wir tranken einen vietnamesischen Kaffee, der mit unglaublich süßer Kondensmilch „verfeinert“ war. Mir war das definitiv zu süß, jemand der sowieso Zucker in seinem Kaffee mag, könnte das natürlich anders sehen. Auf der Suche nach einem Geldautomaten sahen wir dann noch einen Roller inklusive Kindersitz. Das musste ich einfach mal noch kurz festhalten 🙂

Wir besorgten uns ein Taxi zum Hafen und gingen dort ziemlich zügig zur Fähre, da bereits Passagiere an Board gingen.

Unsere Fähre „Con Dao Express“
Der restliche Anblick des Hafens

Auf der Fähre versuchte ich noch ein wenig zu schlafen. Allerdings wurde ich nach ca. einer Stunde wieder wach und stellte leider trotz Kopfhörern fest, dass anscheinend sehr viele in unserem Abteil die unruhige See nicht vertrugen. Durch die Geräusch- und Geruchskulisse bekam ich etwas Angst den Speibeutel ebenfalls benutzen zu müssen. Allerdings scheint man in der ersten Reihe keinen Beutel zu bekommen 🙂 ich prägte mir zur Sicherheit den Ort des nächsten Mülleimers ein und hörte später, dass Ingo die gleiche Taktik verfolgt hatte.

Glücklicherweise ist aber alles gut gegangen. Das Boot hat zwar tatsächlich relativ viel geschaukelt, aber ich schien mich irgendwann daran gewöhnt zu haben.

In Vung Tau angekommen, rannten wir förmlich zum Ausgang des Hafens, da die Fähre fast 45 Minuten länger brauchte als angegeben. Damit war unser Zeit-Puffer für die Weiterfahrt nach Mui Ne aufgebraucht! Wir schafften es allerdings noch rechtzeitig zum Bus und fuhren anschließend für 4 Stunden Richtung Binh Tuan, von wo aus wir nochmal einen weiteren Bus nach Mui Ne nehmen wollten.

Unterwegs wurde Ingo allerdings von einem Einheimischen angesprochen. Nachdem Ingo ihm erklärt hatte, dass wir nach Mui Ne möchten, sprach er kurzerhand mit dem Busfahrer und erklärte uns anschließend dass der Bus uns früher rauslassen würde. Er hatte also für uns einen Sonder-Stopp organisiert, sehr nett 🙂

Hier hat uns der Busfahrer im strömenden Regen rausgelassen.

Tatsächlich zeigte sich, dass wir nach dem früheren Ausstieg nur noch eine 15 Minuten Taxi-Fahrt von unserem Hostel entfernt waren.

Mad Monkey Backpacker Bar & Hostel

Gegen 22:30 Uhr kamen wir in unserem Hostel an. Nachdem uns ein etwas unfreundlicher Rezeptionist eingecheckt hatte, gingen wir auf unser Zimmer und waren begeistert. Das bisher sauberste und geräumigste Zimmer, für den günstigsten Preis! Außerdem gab es eine Bar in der relativ viel los war.

Mad Monkeys Backpacker Bar

Nachdem wir die letzten Tage kaum noch andere Reisende getroffen hatten, waren die jungen Backpacker nochmal eine angenehme Abwechslung.

Montag, 11.11.19

Weil die Nacht wieder etwas zu kurz war (natürlich nur von der Reise selbst 😉 ), schliefen wir bis ca. 11:30 Uhr. Da es vormittags aber anscheinend sowieso geregnet hatte, war dies nicht weiter schlimm. Ingo kümmerte sich für uns um eine Wäscherei und die Roller, während Christian und ich uns noch fertig machten.

Von Con Dao waren wir anscheinend etwas verwöhnt, was den Zustand der Roller anging. Hier bekamen wir leider wieder das, was ich auch aus den letzten Jahren Urlaub in Südostasien in Erinnerung hatte: Roller die bei uns niemand mehr fahren würde, weil der Kilometerzähler irgendwo bei knapp 90.000km stehen geblieben ist. Aber sie funktionierten trotzdem und reichten als Transportmittel.

Mui Ne und die korrupte Polizei

Linh warnte uns bereits davor in Mui Ne mit dem Roller zu den Sanddünen zu fahren, da dort fast täglich die Polizei steht und Touristen kontrolliert. Natürlich fanden sie immer irgendetwas wofür sie dann vollkommen überzogene Bestechungssummen verlangen würden. Deshalb entschieden wir uns dazu, die Sanddünnen nicht mit dem Roller zu besuchen. Stattdessen legten wir nochmal einen Strandtag ein. Mui Ne ist bekannt für Kitesurfer, als wir die Wellen sahen verstanden wir auch warum. Wir gingen also regelmäßig ins Wasser und sonnten uns, bis die Sonne schließlich unterging.

Der Strand war nur ca. 5 Minuten Rollerfahrt von uns entfernt

Mui Ne scheint relativ touristisch zu sein. Es gab überall Speisekarten in mehreren Sprachen, hier auch sehr viel in Kyrillisch. Auch sahen wir mehrere Bars die anscheinend von russischen Auswanderern geführt wurden. Eine Vietnamesin bei der wir eine Suppe bestellen wollten verstand uns auch nicht, woraufhin sie sich auf Russisch an eine Frau neben uns wandte, die anschließend von englisch auf Russisch für die Vietnamesin übersetzte. Verrückt 🙂

Abends wurden wir dann im Hostel gefragt, ob wir bei einem „Family-Dinner“ teilnehmen möchten. Erst nachdem wir dann das Ticket dafür gekauft hatten, verstanden wir so richtig worum es ging. Viele Backpacker nahmen daran teil, um sich dann an einem großen Essenstisch kennenzulernen. Nach dem Essen ging der Abend dann fließend in ein Quiz (bei dem wir fürchterlich versagten) und ein Beerpong-Turnier (bei dem wir immerhin ins Halbfinale kamen) über. Prost!

Dienstag, 12.11.19

Wir lasen von dem sogenannten „Fairystream“, einem Bachlauf der sich über ca. einen Kilometer zieht durch den man spazieren kann. Da der Weg nur ca. 6km betrug, fuhren wir dort hin um uns den Stream anzuschauen. Allerdings stellte sich dann heraus, dass es wenig spektakulär war.

Das Wasser war fast überall nur Knöchel-tief

Da dies natürlich ebenfalls keine tagesfüllende Beschäftigung war, gingen wir danach nochmal an den Strand. Abends aßen wir in einem Lokal direkt vor unserem Hostel. Allerdings sah das Essen von Ingo und Christian zwar gut aus, schmeckte aber wohl nach fast nichts. Meins war dagegen lecker, wenn auch kein geschmackliches Highlight.

Dieser Eier-Pfannkuchen war mit Mungobohnen-Sprösslingen und Krabben gefüllt. Leider scheint er aber nach nicht viel geschmeckt zu haben
Meine Reisnudeln mit gemischtem Seafood.

Abends wollten uns die Hostel-Besitzer wieder zu einem Beerpong-Turnier überreden. Allerdings saßen alle Teilnehmer des Vorabends etwas verkatert am Pool und keiner hatte so wirklich Lust dazu. Da aber natürlich auch schon neue Gäste angekommen waren, konnten diese dann die Beerpong-Runden übernehmen 🙂

Mittwoch, 13.11.19

Wir standen auf, packten und fuhren anschließend noch etwas die Küste entlang, auf der Suche nach einer Frühstücks-Suppe. Als wir schließlich ein ansehnliches lokal fanden, bestellte ich auf vietnamesisch 3 Pho Bo, was die Laden-Besitzerin sichtlich erfreute. Die Pho war bisher auf jeden Fall die leckerste die ich probiert hatte!

Die typische Pho Bo mit Mungobohnen-Sprösslingen, Reisnudeln, Rindfleisch, Minze und Koriander

Gegen 18:30 Uhr würden wir den Nacht-Zug nach Da Nang nehmen. Wir teilten uns das Taxi zur Bahn-Station mit einer Holländerin. Der Taxifahrer war ein süßer älterer Mann, des sich am Ende wirklich aufrichtig freute dass wir ihm noch ca. 2€ Trinkgeld gaben. Ich packte anschließend fast alle Sätze aus, die ich auf vietnamesisch sagen konnte: Mein Name ist Lukas. Wir sind Deutsche. Wie heißen Sie? Nachdem Vinh uns seinen Namen verriet, wünschte ich ihm noch einen schönen Abend und er schüttelte mir mehrmals die Hand und wünschte uns noch eine schöne Weiterreise. Ein richtig netter Kerl 🙂

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